Wie Sie Unkraut mit einem hausgemachten Unkrautvernichter loswerden

In jedem Frühling und Sommer ist es eine altehrwürdige Tradition, die Terrasse, die Einfahrt und den Rasen von lästigem Unkraut zu befreien. Jeder kennt Methoden, um das Unkraut zu entfernen, von Herbiziden bis hin zur manuellen Unkrautbekämpfung. Aber meiner Meinung nach gibt es nie zu viele Ideen für Unkrautvernichter.

Deshalb möchte ich Sie mit all dem Wissen, dem Know-how und den Tipps ausstatten, die Sie brauchen, um Unkraut zu vernichten. Ich möchte Ihnen helfen, Ihren Rasen während der Sommersaison in Topform zu halten.

Neben den Wespen, die einen jedes Jahr plagen, gehört Unkraut zu den anstrengendsten Begleitern des Sommers. Und vielleicht auch der Rost, der sich über den Winter an den Gartengeräten ansetzt.

Ich verrate Ihnen nicht nur das Rezept für meinen einfachen und effektiven selbstgemachten Unkrautvernichter mit nur drei Zutaten! Sie erfahren auch mehr darüber, wie und warum Unkraut wächst, damit Sie es überlisten können, bevor es zum Problem wird!

Warum liebt Unkraut meinen Rasen?

Wenn es um den Rasen geht, sehen viele von uns Unkraut bestenfalls als lästiges Übel. Schlimmstenfalls aber sogar als Todfeind, der um jeden Preis besiegt werden muss. Doch in Wirklichkeit ist es gerade unsere Vorliebe für kurzen, gepflegten Rasen, die das Unkraut im Garten überhaupt erst zu einem Problem werden lässt!

Ein gepflegter Rasen bietet einen nahezu idealen Lebensraum für viele Unkrautarten. Kurzes Gras bietet keimenden Unkrautsamen einen leichten Zugang zum Boden. Sie können viel Sonne abbekommen, da sie nicht mit anderen Pflanzen konkurrieren oder von ihnen verdeckt werden.

Die weite Welt der Unkräuter

Der Begriff Unkraut bezieht sich nicht auf eine bestimmte Pflanze, sondern auf jede unerwünschte Pflanze, die allgemein als invasiv, problematisch oder anderweitig unerwünscht gilt. Hier sind nur einige der mehrjährigen Unkräuter, die in Ihrem Garten als Unkraut auftauchen können:

  • Ampfer (Rumex)
  • Breitwegerich (Plantago major)
  • Brunelle/Braunelle (Prunella vulgaris)
  • Ehrenpreis (Veronica)
  • Färberdisteln (Carthamus)
  • Gänseblümchen (Bellis pernnis)
  • Gänsedisteln (Sonchus)
  • Giersch (Aegopodium podagraria)
  • Gundelrebe/Gundermann (Glechoma hederacea)
  • Hahnenfuß (Ranunculus)
  • Hirse/Hühnerhirse (Echinochloa)
  • Hornkraut (Cerastium)
  • Klee (Trifolium)
  • Kratzdisteln (Cirsium)
  • Kugeldisteln (Echinops)
  • Löwenzahn (Taraxacum sect.ruderalia)
  • Ringdisteln (Carduus)
  • Sauerklee (Oxalis)
  • Spitzwegerich (Plantago lanceolata)
  • Vogelmiere (Stellasia media)
  • Wiesenklee (Trifolium pratense)

Wie kann man Unkraut am besten loswerden?

Wenn es um die Unkrautbekämpfung geht, schwören viele Menschen auf die gute alte Handarbeit. Das bedeutet ganz einfach das manuelle Entfernen des Unkrauts aus dem Boden.

Dies ist eine der effektivsten Methoden, um Unkraut loszuwerden. Man kann so auch verhindern, dass es wiederkommt, solange man das unerwünschte Unkraut vollständig entfernt, einschließlich der Wurzeln.

Aber wie Sie wissen, ist das oft viel leichter gesagt als getan! Außerdem kann man nicht immer sagen, wie tief die Wurzel geht. Manchmal ist ein kleines Unkraut sogar schwieriger zu beseitigen als ein großes.

Herbizide sind eine weitere beliebte Möglichkeit der Unkrautbekämpfung. In Baumärkten und Gartencentern gibt es eine Vielzahl von handelsüblichen Unkrautvernichtungsmitteln.

Diese sind zwar meist leicht anzuwenden. Viele dieser Produkte sind jedoch hochgiftig und können bei unsachgemäßer Anwendung eine Gefahr für Menschen und Haustiere darstellen. Was sie für diejenigen, die gerne barfuß laufen, weniger attraktiv macht.

Zum Glück gibt es eine dritte Möglichkeit, die den Komfort eines handelsüblichen Unkrautvernichters ohne scharfe Chemikalien mit der Wirksamkeit der manuellen Unkrautbekämpfung verbindet. Sie können einen natürlichen Unkrautvernichter selbst herstellen!

Folgen Sie dazu einfach der Anleitung.

Wie Sie einen hausgemachten natürlichen Unkrautvernichter herstellen

Zutaten

Sie benötigen für Ihren Unkrautvernichter nur drei Zutaten, die Sie vermutlich bereits besitzen. Wie beim Tipp gegen stinkende Mülltonnen im Sommer sind auch hier wieder Essig und Spülmittel mit dabei.

Anleitung

Schritt 1 – Mischen

Geben Sie Essig, Salz und Spülmittel in eine 500-ml-Sprühflasche. Setzen Sie den Deckel der Sprühflasche auf und schütteln Sie sie vorsichtig, um die Zutaten zu vermischen.

Schritt 2 – Sprühen

Sprühen Sie auf das Unkraut, wenn Sie welches bemerken. Achten Sie darauf, dass Sie nicht zu viel sprühen, damit das Gras um das Unkraut herum nicht ebenfalls vernichtet wird.

Die besten Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie das Unkraut an einem warmen, sonnigen Tag besprühen.

Wie der Unkrautvernichter wirkt

Die Essigsäure bekämpft das Unkraut auf zweierlei Weise. Erstens verätzt sie das Unkraut bei Kontakt, und zweitens senkt sie den pH-Wert des umgebenden Boden. Das macht es für das Unkraut schwierig, die Begegnung zu überleben.

Durch den Zusatz von Spülmittel wird die Formel verdickt, wodurch sie besser am Unkraut haften bleibt. Reiner Essig ist relativ dünnflüssig und würde abtropfen oder verdampfen, bevor er genügend Schaden anrichten kann.

Und schließlich geben ein paar Esslöffel Kochsalz diesem selbstgemachten Unkrautvernichter etwas mehr Schwung. Salz entzieht vor allem an sonnigen Tagen Feuchtigkeit und trägt in Kombination mit Essig dazu bei, das Unkraut zu verbrennen und auszutrocknen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Unkraut wieder ansiedeln kann, verringert sich dadurch.

Mit diesen wirksamen, aber weithin verfügbaren Zutaten bekommen sie einen natürlichen selbstgemachten Unkrautvernichter. Dieser Unkrautvernichter ist

  • billig in der Herstellung
  • einfach in der Anwendung
  • schnell wirkend
  • ungiftig für Menschen und Haustiere

Was kann man sich besseres wünschen? Mit diesem natürlichen Mittel bekommen Sie Ihr Unkraut ganz einfach in den Griff!

Andere natürliche & wirksame Unkrautvernichter

Zeitungspapier/Mulch

Unkraut braucht Sonne und Luft, um zu wachsen. Das können Sie zu Ihrem Vorteil nutzen, wenn Sie es beseitigen wollen.

Ebnen Sie das Unkraut mit einem Rasentrimmer oder Mäher ein und legen Sie dann eine Bodenabdeckung wie Zeitungspapier, Gartenvlies* oder organischen Mulch* darauf.

Ohne Zugang zu Sonne und Luft kann das Unkraut nicht wachsen oder neue Samen produzieren. Es wird schließlich absterben.

Kochendes Wasser

Wenn Unkraut in den Ritzen Ihres Weges oder Ihrer Einfahrt ein Problem darstellt, ist kochendes Wasser eine schnelle und einfache Lösung!

Bringen Sie einen Topf mit Wasser zum Kochen und gießen Sie es dann draußen direkt auf das Unkraut, um es sofort abzutöten. Alternativ verwenden Sie einfach einen Wasserkocher.

Beachten Sie, dass diese Methode hartnäckige Unkräuter nicht an der Wurzel abtötet. Aber es ist eine schnelle und einfache Methode, um sich eine gewisse Zeit ohne Unkraut zu verschaffen, bevor es wiederkommt!

Abschließende Gedanken zu Unkraut

Leider ist die Unkrautbekämpfung ein unausweichlicher und nie endender Teil der Pflege eines Rasens oder Gartens. Und im Gegensatz zu kommerziellen Unkrautbekämpfungsmitteln wirkt diese natürliche Lösung nicht bis zum Wurzelsystem.

Es besteht also die Möglichkeit, dass sie wieder auftauchen. Aber das zu akzeptieren, kann auch eine gute Sache sein. Denn wenn man erst einmal erkannt hat, dass man nie alle Unkräuter für immer beseitigen kann, kann man für eine Weile darüber hinwegsehen, wenn man ein paar in seinem Garten findet!

Der beste Rat, den ich Ihnen geben kann, um die Unkrautpopulation in Ihrem Garten zu kontrollieren, ist, regelmäßige Kontrollen durchzuführen und frühzeitig Unkraut zu jäten.

Wenn Sie das Unkraut ausreißen oder besprühen, solange es noch jung ist, werden Sie mehr Erfolg haben, als wenn Sie bis zu einem späteren Zeitpunkt warten!

Die Unkrautvernichter, die ich hier erwähnt habe, sind eine gute Option zur Unkrautbekämpfung. Ein billiges, selbstgemachtes Mittel zu verwenden ist ein gutes Gefühl. Aber die Gewissheit, dass Ihr Unkrautvernichter für Menschen und Haustiere ungiftig ist, ist noch besser!

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